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Verband Schweizer Volksmusik 3/2007
Örgeli - Chracher
Werner Reber
Der Begriff "Chracher" ist nach bernischem Sprachgebrauch mit "Lärm" verbunden, am 1. August und in der Silvesternacht auch mit Feuerwerk. Doch mit Lärm hat diese junge Berner Örgeliformation nichts zu tun, höchstens mit Feuerwerk, wenn man das vielseitige Repertoire betrachtet. In den zwei Jahren ihres Bestehens ist es den beiden Örgelispielern Rolf Kohler, 1976, Elektromonteur, und Niklaus Freiburghaus, 1964, Chauffeur, und ihrem Bassisten Marcel Bärtschi, 1972, Automechaniker, gelungen, ihrer Zuhörerschaft ein buntgemischtes musikalisches Programm anzubieten. Zu ihren Vorbildern zählen Gody Schmid, Peter Grossen und die ex Ländlerbuebe Biel, und so hört man bei ihren Auftitten nebst urchiger Ländlermusik auch Melodien aus der Country-, Schlager- und Popszene. "Damit versuchen wir, auf die Leute einzugehen und mit unserer Musik Freude und gute Stimmung zu verbreiten."
Vorläuferin der heutigen Formation waren die Büttenberger Örgelifründe. Als der vierte Mitspieler die Gruppe aus privaten Gründen verliess, reifte der Entschluss, fortan um Trio weiterzumachen, und so schlug am 19. März 2005 die Geburtsstunde der Örgeli-Chracher. Kurz darauf wurde bereits eine eigene Homepage aufgeschlatet, um auch marketingmässig gerüstet zu sein. Höhepunkte in der noch jungen Kapellengeschichte waren Auftritte im "Hopp de Bäse!" und "Samschtig Jass" im Schweizer Fernesehen und in den Musigstubete-Sendungen von Tele Bärn und Radio BeO. Dazu kommt die Musikwoche im Schwyzerstübli Zermatt, wobei auch die kameradschaftliche Seite des Musizierens nicht zu kurz kommt. Dank vielen Vereins- und Privatanlässen wuchs auch der Spielkalender der Örgeli-Chracher rasch an, und so freuen sich die drei Musikanten, auch Ihren Anlass mit urchiger und stimmungsvoller Musik zu verschönern.
Original Artikel
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Alpenrosen "Die Folklore-Illustrierte der Schweiz" 1/2007s'fägt
... auf der neuen CD der Örgeli-Chracher.
von Martin Sebastian
Die Örgeli-Chracher gibt's noch nicht so lange, erst seit März 2005. Es ist ihnen aber in kurzer Zeit gelungen, ihrer Zuhörerschaft ein vielseitiges Repertoire zu präsentieren. Dieses umfasst nebst urchiger Örgelimusik auch Melodien, die man sonst eher aus der Country-, Schlager- oder Popszene kennt, bis hin zu volkstümlicher Stimmungsmusik - alles in "Chracher-Art" gespielt.
Wer aber sind die drei Örgeli-Chracher? Vom CD-Cover lachen einen die beiden Örgeler Rolf Kohler (links) und Niklaus Freiburghaus (rechts) entgegen. Zwischen den beiden: Marcel Bärtschi am Kontra- und Elektrobass. Die drei Musikanten können bereits auf viele tolle Erlebnisse und Auftritte beim Schweizer Fernsehen und verschiedenen Radiostationen und stimmungsvolle Konzerte zurückblicken.
Die neue CD beinhaltet 16 Kompositionen aus dem Repertoire der Berner Musikanten. Fünf davon sind Eigenkompositionen von Rolf Kohler. So auch der Titel "Rundum u zrügg", der Ende November als der meistgespielte Neuzugang bei der Hit-Wälle auf DRS1 punktete. Die drei Musikanten liefern auch gesangliche Einlagen und sorgen mit Löffeln für Stimmung.
Original Artikel
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| Bieler Tagblatt 03. Januar 2006 |
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Büttebärger Örgelifründe neu als Örgeli-Chracher
Die Örgeli-Chracher sind in kurzer Zeit zur volkstümlichen
Stimmungsmusik mutiert.
Vor Jahresfrist hatten sich die Büttebärger Örgelifründe
leise aus der Seeländer Volksmusikszene verabschiedet. Franz Weissmüller
musste musikalisch kürzer treten, nachdem er seit 1999 zusammen
mit Niklaus Freiburghaus, Rolf Kohler und Marcel Bärtschi im traditionellen
Berner Stil musiziert hatte. Im Quartett als Büttebärger Örgelifründe
erlebten sie viele erfolgreiche Konzerte. Einige Höhepunkte waren
die Auftritte im Radio BeO, der Musikstubete bei Telebärn und die
Aufnahmen eines eigenen Tonträgers.
Im Dezember 2004 verstummte die Formation. Nach einer
gründlichen Überlegungsphase, wie es mit den Büttebärger Örgelifründe
weiter gehen soll, kamen die verbleibenden Mitglieder zum Schluss,
im Trio weiterzufahren. «Die Suche nach einem geeigneten Namen füllte
Bücher», schmunzelt Bärtschi, «musikalisch war es einfacher.» Schon
im April war man sich einig, dass das Stilrepertoire erweitert werden
soll. Mit dem E-Bass verstärkt reicht die Palette vom traditionellen
Bernerstil mit Abstechern in die Schlager- und Popwelt bis hin zur
«Chilbi-Musik». Die Örgeli-Chracher sind in kurzer Zeit zur volkstümlichen
Stimmungsmusik mutiert. Mag sein, dass einzelne Formationen virtuoser
oder technisch anspruchsvoller musizieren. Die Örgeli-Chracher kommunizieren
mit dem Publikum. Weiterhin zelebrieren Niklaus Freiburghaus und
Rolf Kohler ihre Kunst am Schwyzerörgeli, während Marcel Bärtschi
nebst der Bassgeige auch den elektronischen Bass einsetzt. «Damit
haben wir mehr Möglichkeiten, der Klang wird durch eine dritte eigenständige
Melodie erweitert», ist er überzeugt. Vielseitigkeit ist ein Qualitätsmerkmal
der drei Berufsleute. Während sie ihr Tagwerk als Berufsleute absolvieren,
wissen sie auch ihre Freizeit ausserhalb der Musik sinnvoll zu nutzen.
Zu den Hobbys zählen Motorrad fahren, Fotografieren und das Mountainbike
ebenso wie das Tauchen oder Inlineskating.
Vielseitigkeit war auch beim ersten Tonträger der
«Örgeli-Chracher» in neuer Formation Trumpf: Zwölf Titel mit einem
Querschnitt durch das Repertoire und einer Homepage als Werbeplattform
verhalfen der Wiedergeburt zum Senkrechtstart.
Im Dezember kehrten die «Chracher» ins Seeland zurück
und gaben bei den Musigstubete-Aufnahmen im «Florida» in Studen
ihre Seeland-Premiere. Res Gwerders «Rigi-Tüfel» soll voraussichtlich
am 6. Februar auf Telebärn ausgestrahlt werden.
Bereits fiebern die Volksmusikanten aber dem 28. Januar entgegen.
Dannzumal haben die Örgeli-Chracher nationale TV-Premiere. «Wir
stehen an diesem Abend live beim Jodlerklub Blüemlisalp in Aegerten
im Einsatz, gleichzeitig sind wir aber auch beim Schweizer Fernsehen
in der Sendung ‹Hopp de Bäse› zu sehen und zu hören». Die Aufzeichnungen
dazu finden am 14. Januar 2006 im Spycher des Kursaals in Interlaken
statt.
Markus Dähler
Original-Artikel |
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